Vornamen - andere Länder - andere Sitten

Der Vorname wird dem Menschen bereits kurz nach der Geburt von den Eltern gegeben und bezeichnet den Teil des Namens, der nicht die Zugehörigkeit zu einer Familie zum Ausdruck bringt, sondern er dient zu Unterscheidung innerhalb der Familie. In vielen Ländern u. a. auch in Deutschland steht der Vorname vor dem Familienname, aber es gibt auch Länder - z.B. in Asien – in denen der individuelle Name des einzelnen hinter dem Familiennamen steht.

Eltern verbringen vor der Geburt ihrer Kinder oft sehr viel Zeit sich über den Vornamen – auch Rufnamen – ihres Kindes Gedanken zu machen, die wenigsten nehmen sich jedoch die Zeit über die Namensvergabe hinaus ein paar Gedanken über die Entstehung und die Herkunft der Vornahmen zu machen.

Schaut man sich in der Welt jedoch um, dann wird man bemerken, dass jede Nation mit der Vergabe der Vornamen anders umgeht, andere Rituale damit verbindet.

Im deutschen Sprachraum beispielsweise wird der Vornamen auch als Rufname bezeichnet. Heute ist es meist so, dass Eltern ihren Kindern einen, manchmal auch zwei Vornamen geben. Früher war es nicht unüblich, dass Kinder mehrere Vornamen bekamen.

Im russischen Sprachraum steht beispielsweise zwischen dem Vor- und dem Familienname noch der Vatersname. Hieß der Vater beispielsweise Wassili, so ergab sich für den Sohn daraus Sergej Wassiljewitsch.

Zwischennamen sind hingegen im anglo-amerikanischen Sprachraum gebräuchlich. Man bezeichnet sie dort u. a. auch als Mittelnamen (middle names), die meistens mit dem Anfangsbuchstaben abgekürzt (middle initals) zwischen dem Vor- und dem Familien stehen. Beispiel: George W. Bush.

Ist der Vorname in vielen Teilen der Erde auch als Rufname - also als Namen, mit dem man jemanden ruft/ anspricht – gedacht, so gibt es durchaus auch Länder wie beispielsweise China, in denen Menschen normalerweise nicht mit dem Vornamen angesprochen werden.
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