Alte Vornamen
Schaut man sich die Entwicklung der Vornamen an wird man feststellen, dass Namen, die dem Nachwuchs heute gern gegeben werden vor einigen hundert Jahren noch gar nicht bekannt waren. Was heute vielleicht modern ist, war einst undenkbar. Aber gerade die so genannten Modenamen haben leider auch die alten Vornamen aus Urgroßvaterszeiten fast verdrängt. So wie heute Namen wie Mila, Dennis & Co. sehr oft vertreten sind waren es früher Namen wir Erich, Klaus, Hans, Heinrich, Emma, Gesine, Anna oder Elisabeth.
Immer häufiger erlebt man aber heute wie in den zurückliegenden Jahren, dass gerade Eltern mit einem höheren Bildungshintergrund wieder verstärkt zu den Vornamen unserer Großeltern zurückgreifen. Namen wir Sophie, Marie, Paul oder Theo erleben geradezu eine Art Renaissance. Was viele Jahre als eher verstaubt galt ist heute wieder „in“, denn auch Vornamen sind ebenso wie die Mode einem gewissen – auch mitunter ständig wiederkehrenden – Wandel unterworfen. Sieht und hört man genauer hin, dann wird man oft erstaunt feststellen, dass es keineswegs altbacken klingt, wenn die Mutter auf dem Spielplatz beispielsweise wieder Elli, Johanna, Charlotte der ähnlich ruft. Bei vielen Menschen zaubert der Klang dieser alten Namen sowohl in der „Urfassung“ als auch in der Verniedlichungsform – z.B. Hanne, Lottchen oder Lotte – eher ein schmunzeln ins Gesicht und sie verbinden oftmals mit diesen Namen eigene Erinnerungen, aber auch ein Gefühl von Geborgenheit aus früheren Zeiten. Die Vornamen, man glaubt es kaum, vermitteln die Sicherheit von etwas Beständigen.
Warum aber ist es – heute wieder – so? Dabei ist sicherlich nicht immer davon auszugehen, dass sich in den Zeiten, in denen die alten Vornamen wieder angesagt sind, mehr Menschen als früher mit der Geschichte oder alten Religionen auseinandersetzen. Als einen Grund für den Boom alter Namen, vor allem bei uns in Deutschland, wird der Wunsch vieler Eltern gesehen, dem eigenen Kind einen Namen zu geben, der im Freundes- und Bekanntenkreis noch nicht zig mal aufgetaucht ist.
Beispiele auch hier:
Heinrich kommt ursprünglich aus dem Althochdeutschen „Haganrich“ oder dem Sächsischen „Heimerich“ bzw. „Hainreich“ und steht für „Hecke“ (Hag) sowie „reich, mächtig“ (rihhi)
Charlotte ist die weibliche Form des französischen Namens Charles. Die Bedeutung des Namens ist nicht eindeutig geklärt.
Ida beispielsweise steht für „die Seherin, weise Frau oder die Göttliche. Ida ist eine Kurform von Namen, die aus dem altsächsischen Wort „idis“ gebildet werden können.
Einst Vornamen-Buch – heute Suchportale
Auch bei der Suche nach dem geeigneten Vornamen für den Nachwuchs geht es heute anders zu als noch vor 20 Jahren. Wurden damals vor der Geburt eines Kindes den Eltern gern mal ein Vornamen-Büchlein für die Hilfe bei der Suche in die Hand gedrückt, helfen heute unzählige Seiten im Internet bei der Suche nach einem geeigneten Vornamen für das Kind, das ja bald das Licht der Welt entdecken soll.
Auf diesen Seiten werden nicht nur ellenlange Listen mit Vornamen – nach Mädchen- und Jungennamen getrennt – angeboten, sondern man kann dort auch Sortierungen nach der Herkunft des Namens und Statistiken der Namenshäufigkeiten finden. Es gibt Portale, bei denen diese Statistiken bis ins Jahr 1890 zurückreichen. . www.beliebte-vornamen.de
Hat man sich auf einen Namen festgelegt, so kann man mit einem Mausklick meist auch die Bedeutung des jeweiligen Vornamens erfahren. Suchmaschinen auf den jeweiligen Seiten helfen dabei in jedem Fall.
Manche Seiten bieten über die eigentliche Vornamenssuche hinaus auch Informationen über Namenstage an.
Auf der Seite www.vornamen.com kann man sich nicht nur über Jungen- und Mädchennamen informieren, sondern auch zwischen internationalen, traditionellen und Doppelnamen wählen. Extra angeboten wird auch eine Rubrik, die sich mit der Namensfindung für Zwillinge befasst. Zudem bietet diese Seite neben der Hilfe bei der eigentlichen Namensfindung auch Links zu Vornamen-Buchlisten sowie zu Informationen wie Kindergeld, Elterngeld etc.